Konzertkritik zum 06.11.11 in Arenshorst

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Konzertkritik zum 05.11.11 in Rheine

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Konzertkritik zum 26.10.11 in Burkunstadt

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Konzertkritik zum 20.09.11 in Bad Windsheim

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Konzertkritik zum 02.08.11 in Gößweinstein

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Konzertkritik zum 30.11.10 in Kulmbach

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Konzertkritik zum 7.3.10 in Feuchtwangen

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Konzertkritik zum 2.11.09 in Frankfurt/Main

Abendlied für fünf Herren

Das Ensemble "Vocal Appearance" gastierte mit geistlichen Chorgesängen aus Renaissance und frühem Barock im Frankfurter Dom.
Die fünf Sänger benötigten einige Jahre, um auf den Geschmack zu kommen. Ursprünglich taten sich die Brüder Christian und Joachim Vogt (Bass) sowie Christian Roid und Nils Groppe (Countertenor) mit dem Tenor Ralf Jäkel zusammen, um sich der Unterhaltungsmusik zuzuwenden. Ein erstes Schallplattenalbum erhielt gar den Namen "Popworks". Doch seit drei Jahren beschäftigt man sich vor allem mit dem geistlichen Chorgesang. Mit gutem Erfolg, wie der Auftritt des Ensembles im akustisch bestens geeigneten Hochchor des Domes belegte.
Michael Altenburgs "Macht auf die Tor" war ein stimmungsvoller Auftakt, der den makellosen Zusammenklang dieser feinen Stimmen optimal herausstellte. Aufschlussreich waren auch die beiden Auszüge aus Schütz’ "Matthäus-Passion", bei denen sich die fünf Sänger wiederum sehr gut ergänzten. Zum Repertoire des Ensembles gehören William Byrd und Thomas Tallis. Dessen "Lamentations of Jeremiah" erforderte von den Sängern ein Höchstmaß an Konzentration und stimmlichem Einfühlungsvermögen. Byrds "Ave verum corpus" war eine weitere hörenswerte Entdeckung des Abends. Zuvor hatte man bereits ein Kyrie erleben dürfen, das aus Byrds "Mass For Five Voices" stammte. Das Ensemble gab diese feinfühlige Musik so authentisch wieder, als sei sie eigens für die fünf Herren geschaffen worden. Im zweiten Teil beließen es die Sänger nicht bei Werken aus Renaissance und Frühbarock. Bestandteil des Programms waren auch Chorsätze von Mendelssohn, Reger und ­ als stimmungsvolles Finale ­ das Abendlied von Joseph Gabriel Rheinberger.
© 2009 Frankfurter Neue Presse

Konzertkritik zum 19.11.09 in Hassfurt

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Konzertkritik zum 30.5.09 in Münchsteinach

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Konzertkritik zum 9.5.09 in Schweinfurt

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Konzertkritik zum 17.11.08 in Münnerstadt

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MÜNNERSTADT. Es war wohl ein Glücksfall, als sich mit dem Ensemble "Vocal Appearance" eine Vokal-Gruppe in der Klosterkirche Sankt Michael der Augustiner am Sonntagabend präsentierte und an die 100 Zuhörer ein Programm bot, das bei vielen Musikbegeisterten wahre Glücksmomente auslöste.
Einmal war es die Bandbreite von Liedern aus dem Mittelalter, über Renaissance, Barock hin zur Romantik, in einer musikalischen Reise aus verschiedenen Ländern, dazu die gesanglichen Fähigkeiten eines Gesangs-Quintetts, das wohl kaum zu überbieten ist.
Die besondere Stimmverteilung zweier Counter-Tenöre (Christian Roid, Nils Groppe), eines Tenors (Ralf Jäkel) und zweier Bässe (Christian und Joachim Vogt) machte das Besondere in den Darbietungen aus, was schon gleich zu Beginn in "Amor vittorioso" von Giovanni Gastoldi (1550-1622) überraschte, die sich fortsetzte in Kompositionen von Claudio Monteverdi oder Heinrich Schütz als bekanntere Komponisten, aber auch weniger bekannten aus dem 15. und 16. Jahrhundert, wo sich gesangliche Gegensätze von schwermütig, über mystisch und keck, bis hin zu mittelalterlichen Stimmungen, wie aus dem Codex Bamberg aus dem 13. Jahrhundert entwickelten.
Von gregorianischen Gesängen bis hin zu den Anfängen der Mehrstimmigkeit, sowie im Sologesang ließ sich dabei die Entwicklung des Gesanges verfolgen. Das Quintett "Vocal Appearance" war diesen unterschiedlichen Anforderungen gewachsen, mit enormer Exaktheit, Tongenauigkeit und Verständlichkeit im Text, wie in "Fine knacks for Ladies" von John Dowland, dann in den Klageliedern zur Zerstörung Jerusalem "Lamentations of Jeremiah" von Thomas Tallis, einmal verwoben in der Stimmung, dann wieder wohltuend im Mehrklang.
Teil zwei des knapp zweistündigen Programms begann mit Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina, wesentlicher Verfechter klarer und melodischer Linien in der katholischen Kirchenmusik, sowie Hans Leo Hassler (1564-1612), von dem die ersten deutschen Madrigale stammten, hier mit "Nun fanget an", schwungvoll und im hervorragendem Einklang. Weiter ging es zweisprachig in "Fatal la parte" von Juan del Encina (1464-1523), schönen Harmonien in "Madonna ma pietá" von Orlando di Lasso (1532-1594), beide vierstimmig, wie auch im schwermütigen "Ach Elslein, liebes Elslein mein" von Ludwig Senfl (1490-1543), ehe es allmählich in den Teil der Romantik überging, mit Sehnsüchten und gefühlvollen Ausdrucksweisen, angeführt mit dem "Morgengebet" von Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809- 1847), nachdenklich in Max Regers "Wir glauben an einen Gott", und recht flott in Robert Schumanns "Die Minnesänger": "Hübsche Damen schauen umher…, …ei,ei, ei" dabei die höfische Kultur in ihrer Liebesauffassung (Minne) wiedergebend.
Im Kontrast dazu stand das anschließende "Requiem aeternam" von Peter Cornelius, effektvoll gestaltet, ehe "Der Geistertanz" von Franz Schubert (1797-1828) noch einmal die Fähigkeiten der fünf Sänger herausforderte, mit hohen Tempi und großartigen Tonartwechsel, die die Zuhörer erstaunen ließen. Noch einmal Schubert mit dem Lied "Sehnsucht", in Moll-Tönen und Höchstschwierigkeiten bei deren Treffsicherheit, Einsätzen und flüsternd ausklingendem Schlussakkord. Das ließ einen heftigen Schlussapplaus erwarten, der denn auch im stehenden Beifall kam, und der mit zwei Zugaben belohnt wurde. Die Klosterkirche der Augustiner bot zu diesem Erlebnis den genau passenden Rahmen, wo sich die Kunst der Musik mit der Ausstattung der Kirche im Spät-Barock und frühem Rokoko im 18. Jahrhundert und den Gemälden von Johann Baptist Anwander großartig vermischten.
 
Foto: Das Ensemble "Vocal Appearance" beim Konzert in der Klosterkirche am vergangenen Sonntag mit begeistertem Publikum.
meb/Foto:meb

Konzertkritik zum 19.4.08 in Forchheim

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03.02.11, 22:25 © Christian Roid & Vocal Appearance  ·  ·  ·  ·